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08
2018

Juri Hollmann verpflegt sich während der dritten Etappe. Foto: Katharina Müller/Heizomat rad-net.de

Merzig

Deutschland-Tour: Hollmann 120 Kilometer an der Spitze

Juri Hollmann verpflegt sich während der dritten Etappe. Foto: Katharina Müller/Heizomat rad-net.de

Auch am dritten Tag der Deutschland-Tour wusste das Team Heizomat rad-net.de zu überzeugen. Mit Juri Hollmann schaffte es ausgerechnet der jüngste Fahrer der Mannschaft in die Ausreißergruppe des Tages, die von Trier nach Merzig über 120 Kilometer an der Spitze des Rennens fuhr.

Direkt nach dem Start wurde wieder viel aus dem Feld attackiert und es dauerte rund 30 Kilometer, bis es eine Gruppe schaffte, sich vom Peloton abzusetzen. Zunächst hatten die sieben Fahrer, zu denen neben Hollmann auch gestandene WorldTour-Profis wie Rick Zabel (Katusha-Alpecin) und Adam Hansen (Lotto-Soudal) gehörten, rund eine Minute Vorsprung. Aber so richtig Ruhe kehrte im Feld nicht ein und es wurde noch einmal das Tempo erhöht, sodass der Abstand bald nur noch 30 Sekunden betrug. Dann schienen die Mannschaften im Feld mit der Gruppe aber doch zufrieden zu sein und man ließ die Gruppe auf bis zu vier Minuten wegfahren. «Die Etappe war sehr, sehr hart. Das Gespringe am Anfang hat es schwer gemacht, weil die Profiteams mit der Situation nicht einverstanden waren. Nach 30 Kilometern stand dann die Gruppe, aber so richtig wurden wir noch nicht weggelassen und mussten Vollgas fahren. Nach 60 Kilometern wurden dann ein Glück hinten die Beine hochgenommen und wir konnten uns absetzen», beschrieb Hollmann die Situation.

In Richtung Finale wurde aber klar, dass die Ausreißer keine Chance haben, das Ziel als erste zu erreichen. An der vorletzten Bergwertung machte das Feld ernst, der Vorsprung wurde stetig kleiner und 22 Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe schließlich wieder eingeholt. «Hinten raus wurde schnell klar, dass wir wieder eingefangen werden. Aber es war ein toller Tag und es war schön, mit den Profis vorne mitzufahren», so Hollmann.

«Wir haben das, was wir uns für alle Tage vorgenommen haben, auch heute wieder geschafft. Mit Juri konnten wir erneut die Gruppe des Tages besetzen und unser Team in dem top besetzten Feld – mit elf WorldTour-Teams um Tour de France-Sieger Geraint Thomas und Zeitfahr-Weltmeister Tom Dumoulin – wieder bestens präsentieren», sagte Teammanager Ulrich Müller. «Wir sind mit unserem Auftritt bei der Deutschland-Tour sehr zufrieden und werden uns auch für die morgige Schlussetappe noch einmal einiges vornehmen.»

Das letzte Teilstück führt von Lorsch nach Stuttgart über 207,5 Kilometer und ist damit die längste Etappe der diesjährigen Deutschland-Tour.